05. April 2018

Als treue Besucher unserer Homepage ist Ihnen sicherlich aufgefallen, dass sich die Zahl der bulgarischen Schützlinge deutlich verringert hat. Tierschützerin Rumi hatte bisher in einer privat geführten Hundepension Boxen angemietet. Die Betreiberin und Eigentümerin der Hundepension nimmt selbst auch Straßenhunde auf, damit diese in der Hundepension leben können. Rumis und auch unserer Auffassung nach kann es für keinen gesunden Hund der Wunsch sein bis ans Ende seines Lebens eingesperrt zu leben, auch wenn dies Sicherheit und Versorgung bedeutet; deshalb war es ihr ein großes Anliegen auch für diese Hunde ein Zuhause zu finden, so dass sie uns mit den benötigten Fotos, Videos und Informationen versorgte; hatten sich Adoptanten gemeldet, bereitete Rumi alles für deren Reise vor.
 
Die Zusammenarbeit mit der störrischen und eigenwilligen Eigentümerin gestaltet sich schon seit längerem als sehr, sehr schwierig, immer wieder sieht sich Rumi kräftezehrenden und fruchtlosen Diskussionen aussetzt. Die Hundepension selbst mit ihren großzügigen Zwingern, Hundehütten/Überdachungen und großem Auslauf ist für bulgarische Verhältnisse wirklich in Ordnung, doch die räumlichen Gegebenheiten sind nur ein Aspekt. Zu unterschiedlich sind die Auffassungen in etlichen Belangen um die Hunde selbst, so dass die Trennung unmittelbar bevorsteht.

Wir möchten Ihnen ein kleines und konkretes Beispiel nennen, damit Sie Rumis Entscheidung besser verstehen können: Rumi hatte für die ältere Hündin Lisa mit dem verkrüppelten Pfötchen ein ganz wunderbares Zuhause bei tierlieben Freunden gefunden, doch die Eigentümerin verweigerte Lisa diese riesengroße und vermutlich einzige Chance auf ein wahres Hundeleben! Sicher können Sie sich in etwa vorstellen, was diese sinnlose und unbegründete Entscheidung bei Rumi - und uns - bewirkt hat.

Die Trennung bedeutet, dass Rumi ihre Schützlinge kurzfristig in einer anderen Hundepension unterbringen muss. Parallel versuchen wir den ein oder anderen Hund auf einer privaten Pflegestelle unterzubringen. Rumi hat sogenannte unvermittelbare Hunde, Angsthunde, alte, kranke Hunde, die in Bulgarien bleiben werden. Unser mittelfristiges Ziel ist eine kleine, eigene Auffangstation für Hunde zum Wohlfühlen für die Zeit, die sie dort verbringen müssen, doch ein geeignet gelegener Platz mit Wasser- und Stromversorgung konnte leider noch nicht gefunden werden.

Wir alle sind sehr, sehr unglücklich über diese Entwicklung, denn die Hunde der Eigentümerin liegen uns genauso am Herzen wie die von Rumi. Rumi leidet am meisten, denn sie kennt und betreut diese Hunde zum Teil seit Jahren und kann sich ausrechnen was ihr Weggang für deren Schicksal bedeuten wird; gerade vor diesem Hintergrund hat sie vieles immer wieder runter geschluckt, gekämpft und diesen Schritt immer wieder verschoben ... bis jetzt. Es ist so traurig.