24. Mai 2018: Der ersehnte Umzug und Neuanfang

Dank des großartigen Einsatzes und enormen Fleißes einiger weniger Helfer konnten am 24.05.2018 Rumis Hunde in die neue Auffangstation umziehen. Fast alle Hunde haben sich sehr schnell an die neue Umgebung gewöhnt, was uns erleichterte. Aufgrund des heißen Sommers hat Rumi mittels Sonnensegel für zusätzlichen Schatten gesorgt und kleine Hunde-Pools zur Erfrischung und Abkühlung aufgestellt, was die Hunde dankbar annahmen.

Eine 14tägige Regenphase hat unweigerlich aufgezeigt was als nächstes in Angriff genommen werden muß, damit sowohl die Hunde als auch die Tierschützer in der kommenden Schlechtwetterphase mit Regen und viel Schnee, der irgendwann taut, nicht hoffnungslos im Schlamm versinken. Das, was da kommt, bereitet uns noch etwas Sorgen und wir alle wissen, dass der Platz verbessert werden muss. Die Arbeit geht einfach nie aus im Gegensatz zum Geld. :-(

Neuankömmlinge fühlen sich sichtlich schnell wohl in der Auffangstation und auch Rumi und ihre Helfer gehen sehr gern dorthin. Lassen Sie sich mittels der Videos auf einen kleinen Rundgang mitnehmen!


04. Mai 2018

In jedem Anfang steckt ein Zauber inne ...

Rumi konnte jetzt bei anderen Tierschützern ein kleines Stück Land in einem Industriegebiet am Rand von Sofia anmieten für ihre Hunde. Sie hat einen eigenen, eingezäunten Bereich ohne Kontakt zu den Hunden der anderen. Sie lässt gerade Zwinger und Hundehütten bauen, sie muss auch noch für Beschattung und entsprechende Ausstattung sorgen, und dann kann der Umzug hoffentlich in den nächsten zwei, drei, vielleicht auch vier Wochen stattfinden. Sie und ihre Helfer verbringen gerade jede frei Minute auf diesem Gelände, damit es möglichst schnell vorwärts gehen kann. Es gibt kein Gebäude zur Unterbringung der Hunde, diese müssen im Freien leben, doch das sind die ehemaligen Straßenhunde gewöhnt und mit isolierten Hundehütten ist das auch möglich. Sehr positiv ist, dass es sowohl fließendes Wasser als auch Elektrizität gibt, keine Selbstverständlichkeit in Bulgarien.

Rumi freut sich sehr auf den baldigen Umzug ihrer Schützlinge, auch wenn es wirklich enorm viel Arbeit bedeutet und natürlich auch entsprechende Kosten, aber es ist ihr so ersehnter Neubeginn.


05. April 2018

Als treue Besucher unserer Homepage ist Ihnen sicherlich aufgefallen, dass sich die Zahl der bulgarischen Schützlinge deutlich verringert hat. Tierschützerin Rumi hatte bisher in einer privat geführten Hundepension Boxen angemietet. Die Betreiberin und Eigentümerin der Hundepension nimmt selbst auch Straßenhunde auf, damit diese in der Hundepension leben können. Rumis, und auch unserer Auffassung nach, kann es aber für keinen gesunden Hund der Wunsch sein bis ans Ende seines Lebens eingesperrt zu leben, auch wenn dies Sicherheit und Versorgung bedeutet; deshalb war es Rumi ein großes Anliegen auch für die Hunde der Betreiberin (Rumi machte nie einen Unterschied zwischen deren und ihren Hunden) ein Zuhause zu finden, so dass sie uns mit den benötigten Fotos, Videos und Informationen versorgte; hatten sich Adoptanten gemeldet, bereitete Rumi alles für deren Reise vor.
 
Die Zusammenarbeit mit der störrischen und eigenwilligen Eigentümerin gestaltet sich schon seit längerem als sehr, sehr schwierig, immer wieder sieht sich Rumi kräftezehrenden und fruchtlosen Diskussionen aussetzt. Die Hundepension selbst mit ihren großzügigen Zwingern, Hundehütten/Überdachungen und großem Auslauf ist für bulgarische Verhältnisse wirklich in Ordnung, doch die räumlichen Gegebenheiten sind nur ein Aspekt. Zu unterschiedlich sind die Auffassungen in etlichen Belangen um die Hunde selbst, so dass eine Trennung unmittelbar bevorsteht.

Wir möchten Ihnen ein kleines und konkretes Beispiel nennen, damit Sie Rumis Entscheidung besser verstehen können: Rumi hatte für die ältere Hündin Lisa mit dem verkrüppelten Pfötchen ein ganz wunderbares Zuhause bei tierlieben Freunden gefunden, doch die Eigentümerin verweigerte Lisa diese riesengroße und vermutlich einzige Chance auf ein wahres Hundeleben! Sicher können Sie sich in etwa vorstellen, was diese sinnlose und unbegründete Entscheidung bei Rumi - und uns - bewirkt hat. Wir waren und sind bestürzt, wütend und am meisten traurig und enttäuscht.

Die Trennung bedeutet, dass Rumi ihre Schützlinge kurzfristig in einer anderen Hundepension unterbringen muss. Parallel versuchen wir den ein oder anderen Hund auf einer privaten Pflegestelle unterzubringen. Rumi hat sogenannte unvermittelbare Hunde, Angsthunde, alte, kranke Hunde, die in Bulgarien bleiben werden. Unser mittelfristiges Ziel ist eine kleine, eigene Auffangstation für Hunde zum Wohlfühlen für die Zeit, die sie dort verbringen müssen, doch ein geeignet gelegener Platz mit Wasser- und Stromversorgung konnte leider noch nicht gefunden werden.

Wir alle sind sehr, sehr unglücklich über diese Entwicklung, denn die Hunde der Eigentümerin liegen uns genauso am Herzen wie die von Rumi. Rumi leidet am meisten, denn sie kennt und betreut diese Hunde zum Teil seit Jahren und kann sich ausrechnen was ihr Weggang für deren Schicksal bedeuten wird; gerade vor diesem Hintergrund hat sie vieles immer wieder runter geschluckt, gekämpft und diesen Schritt immer wieder verschoben ... bis jetzt. Es ist so traurig.


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