Eine wahre Geschichte,...leider!

Ich lief sichernd auf die Straße, stoppte den weiteren Verkehr und eilte zu dem schlimm blutenden, schreienden Hund. Die Augen weit vor Schmerz und Angst aufgerissen, sein schrecklich zugerichteter Körper, und seine schmerzvollen Schreie – niemals werde ich das vergessen. Es hat bestimmt nur 1-2 Minuten gedauert, dann ist er gegangen, aber diese letzten Momente seines Lebens waren so schrecklich schmerzhaft und schlimm und ich konnte nichts, rein gar nichts mehr für ihn tun, außer ihn noch liebevoll festzuhalten und zu streicheln.

Die meisten Autofahrer sind weiter gefahren, einer hat mir noch seine Decke geschenkt, damit ich den Hund zudecken konnte. Die beiden beteiligten Autofahrer hatten ihre Autos inzwischen auf dem Bürgersteig abgestellt und waren auch zum Hund geeilt. Es war eine schreckliche Szenerie, drei erwachsene Menschen weinten zusammen. Der Hund kam wie aus dem Nichts auf die Straße gerannt. Beide Autofahrer hatten keine Chance und waren wie ich so fürchterlich geschockt.

Es war so schlimm, den Hund ohne jegliches Leben von der Straße zu heben. Alles war inzwischen voller Blut, das einst weiße Fell blutrot, voller Dreck, das Blut lief an meinen Händen entlang und dann diese riesigen Wunden und der leere fassungslose Blick in seinen Augen. Die beiden Autofahrer haben zusammen mit mir den Hund in die Decke gewickelt und wieder haben wir geweint.

Das Leben vor seinem Tod blieb uns nicht verborgen, denn der Schatz war gechipt. Er stammte aus Spanien, konnte einer Tötung entrinnen. Vorher lebte er in einem Haushalt eines Tier-Messi und hat sich gegenüber fast 40 Hunden erfolgreich in seinem jungen Leben durchsetzen können. Er musste von Beginn an täglich um sein Essen kämpfen, kannte im ersten Lebensjahr keine Sonne und kein Gras. Dann wurde er adoptiert.

Er wurde von einem Land in ein anderes Land gefahren, und hatte bereits ein neues, sicheres Leben in greifbarer Nähe.
Menschen vertraute der tapfere Kerl noch nicht. Er wurde übergeben und seine neuen Menschen waren natürlich in diesen wunderschönen Hund total verliebt. Sie hatten auch schon vorher Hunde und nahmen leider die Mahnungen einer ausreichenden Sicherung auf die leichte Schulter.

Sie dachten, sie hätten bereits genügend Erfahrung im Umgang mit Hunden. Und so wand sich der ängstliche Hundemann beim ersten Besuch in der Großstadt vor lauter Angst vor allem Neuen aus seinem Halsband und lief direkt in den Tod. 4 Tage war er erst in Deutschland, wo eigentlich für ihn das Leben endlich auf der Sonnenseite spielen sollte.

Mit Tränen beschreibe ich dieses traurige Ende des Hundes, das mich jetzt schon viele Jahre begleitet, nur aus dem einzigen Grund – er soll nicht umsonst gestorben sein. Ich werde seine Schreie niemals vergessen können. Ich habe ihn vom Fenster aus panisch über die Kreuzung rennen gesehen, bin noch auf die Straße gerannt, weil ich dachte, ich könnte noch etwas für ihn tun und genau in dem Augenblick ist es passiert.

Aber seine Geschichte und sein schlimmer Tod kann andere Hunde vor dem gleichen Ende schützen: Sichert Eure Hunde die ersten 8 Wochen permanent mit Sicherheitsgeschirren UND Halsband. Benutzt keine FLexileinen. Mutet ihnen nicht zu viel zu Anfang zu. Vertraut ihnen nicht zu schnell. Übergebt die Hunde nach dem Transport nur an eingezäunten, ausbruchsicheren Orten. Transportiert sie in Boxen. Lasst sie die ersten Wochen niemals allein im Garten. Schaut Euch die zukünftigen Menschen genau an - sind sie bereit, den ihnen anvertrauten Hund wirklich eine längere Zeit unter besondere Aufsicht zu stellen ? Und vor allem, registriert Eure Hunde in Haustierregistern, damit sie im Falle eines Entlaufens und nach Sicherung schnell wieder zurück geführt werden können.

Lasst bitte Chico nicht umsonst gestorben sein.
M.G."


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