Die Schutzgebühr stellt keinen Kaufpreis dar, sondern ist ein Beitrag zum Tierschutz. Mit der Adoption eines Hundes/Tieres retten Sie nicht nur sein Leben; durch den frei werdenden Platz kann der nächste Hund aufgenommen werden.

Warum ist die Schutzgebühr für Welpen/Junghunde höher als für erwachsene Hunde? Welpen finden viel häufiger Adoptanten als erwachsene Hunde, auch wenn nicht jeder Welpe ein Zuhause findet, sondern mancher Welpe ins Erwachsenenalter kommt. Die Aufenthaltszeit in den Auffangstationen von erwachsenen Hunden dauert nicht selten Jahre, manche finden leider nie ein Zuhause. Damit auch die sogenannten BestAger ab einem Alter von etwa sieben Jahren und die Notfellchen überhaupt eine Chance auf ein Zuhause haben, fällt für sie als 'Anreiz' eine geringere Schutzgebühr an. Die Schutzgebühr für erwachsene Hunde kann niemals die Kosten decken, so dass die Welpen quasi einen Solidarbeitrag leisten für ihre Artgenossen mit den geringeren Vermittlungschancen.

Warum benötigen die Tierschützer vor Ort eine Schutzgebühr und warum ist sie so hoch?

> Unterbringung/Hundepension und Futter (je nach Dauer des Aufenthalts bis ein Hund vermittelt werden kann, summieren sich hohe Kosten): 30 - 150 € monatlich
> Tierarztkosten bei einem gesunden Hund: Untersuchungen, Impfungen, Entwurmungen, Parasitenbekämpfung: ab 100 Euro
> Test auf Mittelmeerkrankheiten: 40 Euro
> Kastration: 80 - 180 Euro
> Dokumente und EU-Heimtierausweis: 40 - 80 Euro
> Transport: 80 - 200 Euro

Summe: 280 - 750 Euro

Die Tierarztkosten sind im Ausland zwar etwas günstiger als in Deutschland, haben in den letzten Jahren aber auch enorm angezogen (Kastration einer Hündin in Spanien: 180 €). Hat ein Hund beispielsweise 'nur' einen tierärztlich behandlungsbedürftigen Durchfall oder starken Milbenbefall, womit sich leider viele ehemalige Strassenhund herumplagen müssen, muss die 'Kalkulation' bereits nach oben korrigiert werden; von länger andauernden Behandlungen, OP-Kosten, Tierklinik-Aufenthalten ganz abgesehen. Ein weiterer, ernormer Kostenfaktor sind die Transportkosten; dabei spielt es keine Rolle, ob die Hunde auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug kommen. Egal um welche Kosten es geht, alles wird teurer und davon ist auch der Tierschutz betroffen.

Der Aufenthalt in der Auffangstation muss mit mindestens zwei Monaten angesetzt werden; manche Hunde verlassen die Station aus verschiedenen Gründen niemals - auch für diese Hunde möchten die Tierschützer sorgen können. Die Vorstellungen vom freien Leben auf der Straße müssen in Anbetracht von viel zu vielen Hunden als 'romantisch' eingestuft werden, die Tiere haben Hunger, Durst und sind häufig krank. Ganz abgesehen von der unkontrollierten Vermehrung und dem damit weiter verbundenen Tierleid und -elend, weshalb Kastrationsaktionen mit zum Hilfsprogramm der Tierschützer zählen, doch auch sie kosten Geld.

Wie ist das zu schaffen? Ohne Mitgliedsbeiträge, Spenden, Patenschaften und weitere Sammelaktionen durch private Tierschützer wäre der Tierschutz im Ausland trotz der Schutzgebühr durch vermittelbare Tiere nicht möglich.


 


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