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Bear

Rüde
  • Geboren: ca. 2014
  • Größe: ca. 65 cm
  • Rasse: Mischling
  • Farbe:  beige/hellbraun mit schwarz
Weitere Informationen

Generelles

Die Hunde sind tierärztlich untersucht, entfloht, entwurmt, haben die Mehrfach- plus Tollwutimpfung, sind auf die sogenannten Mittelmeerkrankheiten getestet; Welpen und Junghunde zusätzlich auf Giardien.

Alle Hunde sind gechipt und haben einen EU-Heimtierausweis.

Kontakt: kontakt@los-duendes.org

Über Bear

Right place, right time ... Glücksfall für eine richtig alte Hundeseele

Eine Bekannte hatte Rumi eine verletzte Katze gemeldet und auf dem Weg zu ihr sah sie einen Hund liegen, irgendwo im Nirgendwo, sehr weit entfernt vom nächsten Ort. Rumi war seit Monaten nicht mehr in dieser Gegend und hätte sie nicht die Katze geholt, um sie zum Tierarzt zu bringen, hätte sie ihn nie gesehen.

Rumi blieb in der Situation erst einmal nichts Anderes übrig als den Hund wenigstens mit Futter und Wasser zu versorgen. Natürlich hat sie diese 'Utensilien' immer im Auto, ist immer bereit wenigstens damit Tieren zu helfen, denn diese sind immer und überall, so ist die Situation nun einmal in Bulgarien. Bei dieser ersten Begegnung verhielt sich der Hund ihr gegenüber freundlich und aufgeschlossen und nahm ihre Mitbringsel sofort an. Rumi bemerkte schnell, dass er anscheinend nur noch wenig sehen und hören konnte, auch wegen seiner schwerfälligen Bewegungen ging sie davon aus, dass es sich um einen sehr alten Hund handeln musste. Was für ein armer Tropf, wie sollte er sich so überhaupt noch ernähren können?! Spontan gab sie ihm den Namen Bear aufgrund seiner Größe und Optik. Wenn ein Hund schon mal einen Namen hat ...

Als Rumi die Katze am nächsten Tag zurückbrachte, war Bear noch immer dort und sie versorgte ihn wieder. In ihrem Kopf ratterte es seit ihrer ersten Begegnung, doch alle Zwinger waren belegt. Guter Rat war erst einmal teuer, schließlich gelang es ihr aber einen Zwinger für Bear frei zu machen. Sobald es möglich war, machte sie sich mit ihrer Familie auf den Weg zu Bear, der noch immer am selben Fleck verharrte. Als sie ihn in die Autobox hebten waren sie überrascht von seinem relativ geringen Gewicht, sie hatten mit viel mehr Kraftanstrengungen ihrerseits gerechnet. Traurig stellten sie fest, dass der Rüde nur noch aus Haut und Knochen bestand und allein das viele Fell den namensgebenden Eindruck entstehen ließ.

Bear ließ alles widerspruchslos über sich ergehen. Angekommen in seinem 'neuen Zuhause' nahm er Futter und die große Matratze gern an. Rumi ließ ihn sich in den nächsten Tagen erst einmal an all das Neue gewöhnen bevor sie anfing ihn zu 'untersuchen'. Dafür musste sie sein völlig verwahrlostes Fell kämmen und aus- und abschneiden, an den meisten Stellen war sowieso kein Durchkommen mehr möglich. Glücklicherweise konnte sie keine Hautverletzungen oder Schwellungen entdecken, Bear zeigt keine weiteren Auffälligkeiten und hat großen Appetit, so dass der Tierarztbesuch warten kann. Bear soll zu Kräften kommen, alles Weitere wird folgen.

Aufgrund seines 'Duftes' meint Rumi, dass Bear in einem Schafsstall gelebt haben könnte. Wie er von diesem zum Fundort gekommen sein mag, kann sie sich aufgrund seines geschwächten Zustandes nicht erklären. Sie traut ihm nicht zu, dass er selbst einen so weiten Weg zurückgelegt haben könnte, denn sein Gang ist sehr, sehr schwerfällig. Wahrscheinlich leidet er altersbedingt unter Arthrose. Sie schätzt Bear auf über 10 Jahre, eher älter. Nachdem er sich bei einer Straße aufhielt, wird ihn wohl jemand bewusst weit entfernt ausgesetzt haben, der keine Verwendung mehr für ihn hatte.

Bear ist ein großer Schatz und nimmt an Zuwendung was er kriegen kann! Schnell zeigte er seine Freude, wenn Rumi oder ihre Familie zu ihm kamen. Rumi sagt, er genießt jede Streicheleinheit, ist total anhänglich, dankbar für einen ruhigen/friedlichen Ort und Menschen, die es gut mit ihm meinen. Sie sagt, sie darf alles mit ihm machen (waschen, schneiden, kämmen, auch wenn es mal ziept, Halsband, Leine anlegen, ihn von A nach B bringen usw.), Bear bleibt immer freundlich, ruhig und gelassen. Er hat einen ganz feinen Charakter, ist offen und freundlich gegenüber jeder'mann', egal ob bekannt oder unbekannt, und das gilt sowohl für Mensch als auch Hund. Aus diesem Grund darf er sich inzwischen frei in der Auffangstation bewegen, wo er sich gern ein Plätzchen zum Chillen im Schatten sucht. Rumi ist so froh, dass sie ihn aufnehmen konnte damit er seine letzte Lebensphase gut versorgt, beschützt und mit all ihrer Fürsorge und Liebe verbringen kann.

Möchten Sie Bears Pate werden oder mit einer Spende helfen, dass Bears Napf stets gut gefüllt ist? Wir sagen in seinem Namen herzlichen Dank!